Pets – für iPhone
Sonntag, 14. März 2010 12:22
Pets
für iPhone
Im Apple AppStore gibt es viele Gratis-Spiele.
Eins davon rangierte einige Zeit in den Top10 der Gratisspiele. Darum habe ich mir herunter geladen und ich spiele es schon eine geraume Zeit.
Pets lehnt sich dabei ganz schön ans Pokémon Universum an. Das heißt, man muss seine kleine Monster fangen und sie trainieren, damit man sie gegen die Monster anderer Spiele antreten lassen kann. Da ich Pokémon mag, ist das Universum also schon mal gar nicht so grundlegend falsch und verspricht, spaßig zu sein.
Allerdings entspricht das Spielprinzip eher den von gewöhnlichen Browsergames. Eigentlich könnte man die App als Web-Oberfläche sehen, die auch problemlos im Browser möglich währe. Es spielt sich komplett online und jeder Tastendruck lädt den Kontent aus dem Internet herunter.

Gameplay:
Es geht eigentlich nur darum, seine Pets stärker werden zu lassen, damit sie gegen andere, menschliche Gegner bestehen. Und gekämpft wird eigentlich immer. Allerdings sieht man vom Kampf nicht viel. Man bekommt nur eine Textbotschaft, dass man angegriffen wurde und ob man gewonnen oder verloren hat.
In jedem Fall bedeutet das ein Verlust von Lebenspunkten. Dabei hat nicht jedes Tierchen seine eigenen Lebenspunkte, sondern alle Teilen sich gemeinsame Trefferpunkte. Im oberen Bild sieht man am Herz-Symbol, wie viele Lebenspunkte ich noch habe (12/180). Ob ich nun selber angreife oder angegriffen werde, es gehen immer ein paar Lebenspunkte verloren. Damit sie sich regenerieren, muss ich einige Zeit warten. Im oberen Bildchen sieht man, dass ich noch 2:29 Minuten warten muss, um ein Lebenspunkt zurück zu bekommen. Um also vollständig zu regenerieren, muss ich einige Stunden warten.
Man kann sich auch heilen lassen, das kostet jedoch Geld.
Werde ich angegriffen und ich gewinne, bekomme ich neben meinen Schadenspunkten auch noch ein paar Erfahrungspunkte hinzu.
Verliere ich, nimmt sich der Aggressor ein Teil von meinem Vermögen an sich.

Ich kann also auch selber Angreifen gehen und etwas Geld und Erfahrungspunkte verdienen. Dazu klicke ich unten auf “Battle” und bekomme eine Liste mit Spielern, die gerade online sind und die ich angreifen kann. Man sollte sich schon vor dem Angriff informieren, welche Monster der Gegner besitzt. Wenn ein Gegner hauptsächlich Feuer-Monster einsetzt, sind meine Wasser-Monster ihm überlegen und meine Chance zu gewinnen dementsprechend wahrscheinlicher.
Um jedoch angreifen zu können, müssen meine Kreaturen über genügend Lebenspunkte verfügen. Ein angeschlagenes Team kann nicht mehr angreifen (und praktischerweise auch nicht mehr angegriffen werden). Jeder Angriff kostet ein Spirit-Punkt. Sind meine 7 Spirit-Punkte aufgebraucht, muss ich rund 2min warten, bis ich wieder einen Punkt hinzu bekomme.

Damit die eigenen Pets überhaupt eine Chance haben, müssen sie trainiert werden. Dazu levelt man jeden Pet erst einmal individuell auf. Der Levelaufstieg ist immer möglich, man braucht also keine Erfahrungspunkte. Jeder Levelaufstieg kostet jedoch Geld. Je größer der Level, um so teurer wird es. Die einzelnen Pets dürfen jedoch nicht höher als der Gesamtlevel des Spieler gelevelt werden. Ich bin zur Zeit auf Level 13, also können meine Pets von mir nicht höher gelevelt werden.
Danach sollte man noch die Fertigkeiten der Pets auflevel, wieder kostet dies Geld. Mit genügend Geld hat man also auch ein starkes Team.

Neben dem Überfall auf andere Spieler kann man sich noch durch das absolvieren von Quests ein paar Kröten dazu verdienen. Ein Touch auf “Quests” bringt einen in die Übersicht. Erstmal kann man sich einen Ort aussuchen, wo man seine Quest beginnen möchte, Campus, Hometown oder Island. In jedem Ort sieht man dann, wie weit man mit seiner Quest gekommen ist. Eine Quest besteht man, indem man auf sie klickt. Sofort bekommt man etwas Geld und ein paar Erfahrungspunkte. Es ist also auch hier wie bei den Kämpfen sehr symbolisch gehalten. Zu sehen oder zu machen bekommt man nichts.
Jede Quest kostet Energie. Hat man keine Energie mehr, muss man halt warten. Nach ein paar Minuten bis Stunden ist die Energie bereits wieder aufgefüllt.

Nur in Quests findet man neue Pets, die man dann von Level 1 an neu trainieren muss. Wenn man also einfach jede Quest anklickt, bekommt man auch irgendwann an alle Pets heran. Das ist bei Pokémon deutlich anspruchsvoller.
Um sich auf ein geregeltes Einkommen einzustellen, muss man in Immobilien investieren. Wer solche “Habitats” kauft, kann sich jede Stunde auf ein paar Münzen freuen. Wer also sich ein schöneren Hinterhof für 4000 kauft, kann sich jede Stunde auf 100 Münzen freuen. Nach zwei Tagen hat es sich also schon ausgezahlt.
Graphik:
Bis auf ein paar Icon-Bilder ist eigentlich keine Grafik vorhanden. Die Pets wurden meiner Meinung nach unglaublich schlecht gezeichnet.
Sie sind im ähnlich minimalistischem Stil wie Pokémon gehalten, die Linienführung ist jedoch bei weitem nicht so rund.

Davon abgesehen sind die Farben recht gut gelungen, die Menüs verursachen also kein Augenkrebs.
Sound & Musik:
Musik gibt es keine.
Die Soundeffekte sind so grausig, dass man das Spiel besser spielt, indem man den Sound abstellt.
Soundeffekte gibt es, wenn man jemanden Angreift. Oder wenn man eine Quest bestanden hat. Ansonsten ist das Spiel browsergametypisch still.
Story:
Da gibt es keine.
Trainiere Monster, bestehe Quests, sei stärker als die anderen, verdiene viel Geld. Und das machst du immer im Kreis.
Wiederspielbarkeit:
Eigentlich sogar sehr hoch. Man schaltet das Spiel ein, klickt sich für zwei bis fünf Minuten durch und macht wieder aus, da man ab jetzt eh abwarten muss. Es ist also ein Spiel für zwischendurch.
Gesamt/Fazit:
Auch wenn ich mich momentan da sehr gerne durchklicke, bin ich froh, dass dieses Spiel im Appstore gratis ist. Ich hätte mich schon sehr geärgert, dafür Geld ausgegeben zu haben.
Mittlerweile empfinde ich das Spiel auch als recht Stressig. Sobald man es einschaltet und spielt, gerät man ins Visier anderer Spieler, die dich dann gnadenlos angreifen. Auf diese Weise wird es schwierig mit seiner Planung, wie man sein Geld investieren möchte, wenn wenige Sekunden später 10.000 Münzen weniger auf dem Konto liegen, da man permanent angegriffen wurde.
Besonders schlimm ist so etwas beim Levelaufstieg.
Solange man auf Level 12 ist, wird man auch nur von Level 12 Mitspielern angegriffen. Sobald man jedoch auf Level 13 ansteigt, liefert man sich Level 13 Gegnern aus.. seine eigenen Pets bleiben jedoch noch auf Level 12, und zwar so lange, bis man sie aufgelevelt hat.
Der Levelaufstieg bringt Belohnungen mit sich. So werden alle Lebenspunkte aufgefüllt und man bekommt etwas Geld. Da man jedoch volle Lebenspunktzahl hat, kann man wieder von Gegnern angegriffen werden. Und sobald die Gegner merken, dass man sich nicht wehren kann (man ist ja noch schwach, weil man noch keine Zeit hatte, seine Pets aufzuleveln), wird man gnadenlos mehrmals pro Minute angegriffen, bis vom Levelaufstieg nichts mehr übrig bleibt. Man ist pleite, ausgeraubt und erschöpft. Ohne Geld kann man auch nicht aufleveln. Pets ist also ein Spiel, bei dem ein Levelaufstieg etwas echt schlimmes und grausames ist.
Bewertung: 5/10 Punkte
Die Punkte hat sich das Spiel einzig und allein deshalb verdient, weil man immer wieder mal zwischendurch rein schauen kann. Das iPhone hat man ja eh immer dabei.
Ansonsten spielt es sich so spannend wie eine Tabellenkalkulation. Da hätte man deutlich mehr daraus machen können. Wenn die Kämpfe wenigstens halb so taktisch wären wie bei Pokémon, würde es das Spiel schon massiv aufwerten. So aber klickt man immer nur auf “Battle” und hofft, ob man was gewonnen hat.
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