Ein neues Handy musste her

Alle zwei Jahre wieder, pünktlich zum Jahresende verlängere ich meinen Vertrag bei ePlus, dem Handyprovider meines Vertrauens.
Und zudem gehöre ich zu den wenigen absolut glücklichen Kunden, die nie ein Problem mit dem Handy ihrer Wahl hatten; bislang hatte ich das Siemens S25, S35i, S55i (wovon mir viele Freunde abrateten, weil sie eigentlich immer nur Probleme machen sollen) und momentan das Samsung SGH-D600, womit ich wirklich zufrieden bin.

Aber nun waren die zwei Jahre nun einmal um und ich freute mich auf die nächste Generation technisch ausgereifter Handys.

Ein Sony Ericsson W950i sollte es sein. Es vereint Business mit Multimedia, hat außerdem mit seinem Touchscreen und seinen gigantischen 4GB Speicherplatz mehr Spielereien als mein altes Handy.

Ich bestellte es Anfang Dezember dann schließlich bei einem Bekannten, der in einem Handyladen arbeitet, der mir auch noch einen außergewöhnlich guten Preis machte.
Es hat dann zwar einige Wochen gedauert, aber noch kurz vor Weihnachten hatte ich es dann schließlich zugeschickt bekommen. Voller Freude wollte ich es in Betrieb nehmen, aber Fehlanzeige. Das Handy weigerte sich beharrlich, sich einzuschalten. Als ich nach den Symptomen gegooglet habe (Screen bleibt schwarz, Handy vibriert nur kurz), war klar, dass bei Auslieferung die Firmware defekt war und eine neue aufgespielt werden muss.

Also hielt ich dann Rücksprache mit meinem Bekannten, dass ich das Handy zu einem Sony Ericsson Service Point bringen würde, da ja so ein Aufspielen der Firmware nicht allzu lange dauern wird. Das konnte ich dann jedoch erst nach Weihnachten in Angriff nehmen. So besuchte ich dann diesen Service Point “Phone Store” in Oberhausen auf der Elsässer Straße 40, gab mein Handy ab, um es kostenlos mit einer neuen Firmware bespielen zu lassen. So schnell ging es dort leider auch nicht, und ich bekam mein Handy erst am Samstag wieder. Leider konnten sie den Fehler nicht beheben, haben mir jedoch angeboten, den Handy-Vertrag zu stornieren, das Telefon zur VeTo-Com zurück zu schicken und gleich bei denen ein neuen Handy-Vertrag abzuschließen. So hätte ich dann sofort ein neues Handy mitnehmen können, welches auch funktioniert. Das wollte ich aber nicht, schon allein meinem Bekannten zuliebe.

Nach dem Wochenende war es auch schon nach Silvester. Ich habe es meinem Bekannten geschildert und er würde mal schauen, ob nicht ein Vorabtausch möglich wäre. Dann würde ich ihm mein defektes Sony Ericsson zuschicken und er mir gleich ein neues, gesundes Gerät.
Allerdings musste er mir nach zwei Tagen dann sagen, dass sie kein W950i mehr im Lager haben, weil das Handy schon uralt sei und gar nicht mehr auf dem Markt erhältlich. Meine einzige Chance sei, es durch den SE Service Point nach Sony Ericsson ein zuschicken, damit sie es dann reparieren. Das habe ich dann gemacht, am 5. Januar (das war ein Samstag).

Es hat bis zum 8. Februar (einem Freitag) gedauert, bis mir der Phone Store anrief, dass ich mein Handy abholen kommen könne, aber erst am Tag darauf (Samstag, also heute).
Das habe ich dann auch heute gemacht. Und ich habe mich auch darauf gefreut: Nach zwei Monaten, als ich es bestellte, durfte ich damit dann endlich herum spielen. Der Laden teilte mir mit, dass das ein nagelneues Austauschhandy ist. Mein Handy war wohl so kaputt, dass man es nicht reparieren konnte, deshalb hat man es mir gleich komplett ausgetauscht.
Was mir jedoch auffiel, war dass auf dem Reparaturschein für das Handy als Eingangsdatum der 25.1. vermerkt war. Hat das Handy also drei Wochen bei Phone Store gewartet, bis es endlich an Sony Ericsson geschickt wurde??

Jedenfalls habe ich darauf bestanden, es einmal an zu testen, bevor ich gehe. Mein Vertrauen in Handys von Sony Ericsson ist nämlich nun komplett erschüttert. Also baute ich die SIM Karte und mein Akku ein, doch es wollte nicht an gehen. Das Akku war leer. Der Phone Store Händler hat es dann mal an ein Ladekabel gehalten und siehe da, es springt an, das Betreiberlogo erscheint auf dem Display. Wunderbar!
Weiter testen sei nicht nötig, meinte er und hat mich dann mit mein repariertes Handy gehen lassen.

Zu Hause wurde der Akku erstmal geladen.
Ich schaltete es ein und gab meinen Pin-Code meiner SIM-Card ein. Und danach wollte es den Code für die Gerätesperrung. Die Gerätesperrung dient zum Schutz der persönlichen Daten. Aber woher soll ich sie denn wissen?
Ich gab einfach mal vier mal die Null ein (0000) und das nächste war die Meldung: “Falsche SIM Karte” “Richtige SIM Karte einsetzen”, darunter ist ein Eingabefenster.
Habe ich doch was falsches eingegeben?
Ich schaltete nochmal das Handy aus und wieder ein, diesmal habe ich bei der Gerätesperrung eine andere Nummer eingegeben, die 1234. Aber das selbe.
Nun habe ich eine andere SIM-Card eingesetzt, die von meinem Firmenhandy. Vielleicht habe ich ja die Pin falsch eingegeben? Ist meine SIM-Card nun gesperrt? Oder kenne ich einfach nur nicht den Code von der Gerätesperrung? Aber auch mit dieser Card wollte es nicht funktionieren. Aber ich konnte ausschließen, dass ich nicht zu oft hintereinander die falsche Pin eingegeben habe.

Ich habe versucht zu erraten, was der Code sein konnte. Aber weil das ewige Ausschalten und neu booten des Handys so lange dauert, habe ich es aufgegeben. Habe ich etwa ein gebrauchtes Gerät bekommen und mein Vorbesitzer hat es mit einem Passwort versehen? Es machte mich jetzt schon krank, nur ein Gebrauchthandy bekommen zu haben, obwohl ich für ein niegelnagelneues bezahlt habe!

Also habe ich beim Phone Store angerufen. Aber sie haben schon zu.
Ich habe bei dem Reparaturservice von Sony Ericsson angerufen, aber auch diese haben schon zu.
Ich habe meinem Bekannten von VeTo-Com angechattet, aber er schrieb nicht zurück.
Dann habe ich noch bei ePlus angerufen und ihnen mein Fall geschildert.

Als sie schon hörte, dass ich das Handy Anfang Dezember bestellte und jetzt im Februar es immer noch nicht geht, hat sie sofort entschuldigende Worte gesucht und von einer Entschädigung geredet; immerhin sei das Handy in der Zeit sicher im Preis gefallen. Aber spätestens als sie von ihrem Monitor ablas, dass ich es nicht bei ePlus selber, sondern bei einem Händler das Handy erwarb, war ich alles egal.
“Da können Sie ihrem Händler eigentlich nur noch in die Schnauze hauen, das können sie gebrauchen!” witzelte sie (ja, im O-Ton).

Ich konnte nichts mehr machen, also habe ich nochmal gegooglet, ob ich es nicht irgendwie knacken könnte, oder entsperren. Dazu gab ich natürlich den Text ein, der auf meinem Handydisplay zuletzt stand und ich wurde auf diesen Forenbeitrag verwiesen. Aha! Das ist ja meine Meldung, also will das Handy nur nicht angehen, weil ich ein gesimlocktes Gerät habe, welches mit meinem Vertrag bei ePlus nicht zusammen arbeiten möchte?
Na wunderbar.

Ist das nicht schön?

Ich werde also am Montag nochmal zum SE Service Point gehen können, es einschicken und dann nochmal einen Monat drauf warten, bis ich ein nicht gesimlocktes Handy zurück erhalte?
Oder soll ich dem Vertrag bei VeTo zurück treten oder mich dort lieber für ein anderes Handy entscheiden?

Jedenfalls ist es ganz schön ärgerlich. Da kann ich besser gleich bei meinem jetzigen Handy bleiben, das macht nämlich keinen Ärger.

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Datum: Samstag, 9. Februar 2008 21:49
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4 Kommentare

  1. 1

    Och manno, Du arner :P

    Wegen solcher Horrorstorries habe ich inzwischen auch die Schnauze voll und kaufe mir die Handys direkt ohne scheissn Vertrag :)

  2. 2

    Ich würde schon rein gefühlsmässig von dem Handyvertrag zurücktreten! Weil Du schon genug in der Sache gelitten hast. Nicht, das Du aus Freundschaft heraus Deinem Bekannten gegenüber das recht machen willst… Aber was nützt es Dir, wenn Du nach einem Vierteljahr immer noch kein vernünftiges Handy in der Hand hältst. Finger weg von Nokia (Subventionsheuschrecken). Meine Meinung! =) Gruß aus Fishtown!

    Der Cap

  3. 3

    @”MyPlace” und “Veto Horro”:
    Ich hatte zwar meinen Handyärger, aber dafür konnte Veto-Com recht wenig für. Dass ich ein Montagsgerät erwischt habe, kann nun wirklich nichts der Händler für. Wohl eher Sony Ericsson, die defekte Geräte ausliefern.

    Trotzdem danke für Eure Tips, aber woher soll ich denn wissen, ob ihr nicht der Konkurrenz angehört, welche nur den einen Handyladen schädigen wollen?

    Es ist natürlich in jedem Handy- oder auch Computerladen möglich, über’s Ohr gehauen werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich zu einen Bekannten gegangen bin, der in so einem Laden arbeitet; einfach weil ich bei ihm das Risiko, tatsächlich abgezockt zu werden, als wesentlich geringer einstufe.

  4. 4

    Mich hat die Veto-Com mit einem Anwalt gedroht.
    Da ich so von der Veto-Com angesprochen wurde, welche meinen Blogeintrag und besonders die Kommentare gar nicht gefallen, habe ich mal die Kommentare der Konkurrenz entfernt.
    Zudem soll ich doch bitte mein Blog Eintrag etwas neutraler verfassen, was ich jedoch nicht machen kann. Wie man in meinem Beitrag deutlich heraus lesen kann, war ich immer pro Veto-Com. Nach meiner Ansicht habe ich es bereits neutral verfasst und ein Erlebnis bleibt nun mal ein Erlebnis.
    Einem zufriedenen Kunden mit Anwalt zu drohen, spricht Bände und deutlich dafür, lieber nicht mehr dort einkaufen zu gehen.

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