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Antwort von der StoAG

Dienstag, 9. März 2010 19:58

Ich habe dann endlich mal Antwort bekommen. Damit habe ich gar nicht mehr gerechnet.. und schon gar nicht per Post!
Ich schreibe eine Email hin, und sie antworten per Post. Wäre eine Email nicht günstiger gewesen? Naja, ich freue mich, überhaupt eine Antwort bekommen zu haben.

Allerdings schreiben sie mir wohl einen Standardtext, denn auf meine Fragen sind sie nicht so recht eingegangen. Ausserdem scheint es mir, dass man mit Fachkürzel wie EKS und EFM gerne Verwirrung stiften will. :)

Aber ich möchte den Brief nicht vorenthalten, hier ist er. (Namen habe ich unkenntlich gemacht.)

Ihre Mail vom 26.01.2010

Sehr geehrter Herr Tomec,

Ihre Bedenken betreffs der möglichen Datenspeicherung beim Einstiegskontrollsystem (EKS) können wir gut nachvollziehen.

Vor Einführung des elektronischen Fahrgeldmanagements (EFM) im VRR wurde das Konzept mit der Landesdatenschutzbeauftragten abgestimmt. Zudem gilt: Zur Prüfung von Fahrausweisen müssen keinerlei Personendaten abgespeichert werden. Vor Ort werden bei der Prüfung nur minimale Personendaten verarbeitet, falls es sich bei dem entsprechenden Ticket um ein personengebundenes handelt. Einstiegskontrollsysteme (EKS) erfordern im EFM-System des VRR keine neue oder eigenständige Methode. Bei EKS können deshalb die Daten genau so wie bei der mobilen Fahrausweisprüfung verarbeitet und gespeichert werden. Da sich das System auf diese Funktion beschränkt, können wir Ihre Bedenken bezüglich des Datenschutzes ausräumen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Schreiben Ihr Anliegen beantworten und wünschen Ihnen weiterhin eine gute Fahrt.

Freundliche Grüße

Antwortschreiben der StoAG vom 05.03.2010

Das sagt nicht so viel aus, ausser, dass ich mir halt keine Sorgen machen muss, da ja eh keine personenbezogene Daten verarbeitet werden; sofern ich keine personenbezogene Fahrkarte habe. Die habe ich nicht, mein Ticket2000 ist übertragbar. Aber was machen sie mit Fahrkarten, die nicht übertragbar sind? Werden die Daten doch verarbeitet?

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor:

Mail an die StoAG

Dienstag, 26. Januar 2010 11:01

Ich habe vorhin mal eine Mail an die StoAG geschrieben. Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort bekomme.

Der Anlass dazu ist, dass man sich nun mit seiner Fahrkarte ausweisen muss, wenn man in den Bus einsteigt.
Siehe dazu auch diese Artikel:
DerWesten – Stoag-Kunden müssen lernen
DerWesten – Bitte vorne einsteigen in Oberhausener Bussen

Angeblich wurden diese Lesegeräte installiert, um das Gefühl der Sicherheit vor Vandalen in Bussen zu steigern. Wer sich vorne beim Fahrer mit Namen und Anschrift zu erkennen gibt, wird wohl nichts im Bus beschädigen und keine Fahrgäste anpöbeln.
Außerdem reduziert man dabei gleich praktischer weise die Zahl der Schwarzfahrer.

Jedoch bin ich dabei wohl nicht der einzige, der sich noch ganz andere Gedanken darum macht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Buslinie SB92 wird nun jeder Fahrgast anhand seiner elektronischen Fahrkarte kontrolliert.

Dazu habe ich folgende Fragen:
1.) Welche Daten sind auf der Abo-Karte vom Kunden gespeichert?
2.) Welche Daten werden durch das elektronische Lesegerät gespeichert?

Sie versuchen, mit diesem System ein Gefühl der Sicherheit gegen Vandalismus zu vermitteln. Leider muss ich sagen, dass sich in mir nur ein Gefühl der Überwachung einschleicht. Mit diesem System ist es leicht möglich, ein Bewegungsprofil vom Kunden zu erstellen.

Im Prinzip habe ich nichts dagegen, mich bei einer Schwarzfahrerkontrolle auszuweisen. Das geschieht nur gelegentlich, vielleicht nur ein oder zwei mal im Jahr. Aber nun täglich Ihnen mitzuteilen, wann und wo ich Einsteige, welche Wege ich in meinem Leben gehe, finde ich nicht ok.

Angeblich soll nur mit dem Lesegerät kontrolliert werden, ob die Fahrkarte gültig ist oder nicht. Dennoch haben Sie die Möglichkeit, alle Daten von der Karte auszulesen und abzuspeichern.

Bitte beantworten Sie meine Fragen, damit ich wieder beruhigt und mit einem Gefühl der Diskretion Bus fahren kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Update:
Nach über zwei Wochen habe ich noch keine Email zurück erhalten.
Es scheint so, als würde die Stoag ihre Kunden nicht über dieses Thema aufklären wollen.

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StoAG lässt ihre Kunden gerne im Regen stehen

Freitag, 10. Juli 2009 15:52

Als wäre mein Tag nicht schon beschissen genug, hatte ich noch eine dreifaltige Begegnung mit den öffentlichen Verkehrssystem in Oberhausen.

Von der Werkstatt bin ich nämlich gleich mal zu meiner Mutter gelaufen. Sie wohnt eh auf dem Weg von der Werkstatt bis zu mir nach Hause.
Nachdem ich mich bei ihr etwas ausgeheult habe, wollte ich auch gleich wieder weiter nach Hause. Aber da es gerade regnete und insgesamt drei Buslinien auf dem Weg fahren, wollte ich gerne mal mein abonniertes Ticket 2000 nutzen, um mich nach Hause kutschieren zu lassen.

Die Bushalte ist von meiner Mutter gerade mal 100m weit weg. Ich laufe also zügigen Schrittes auf diese zu. 15m vor der Haltestelle höre ich schon den SB92 von hinten kommen. Ich drehe mich um, winke ihm zu. Und als ich merkte, dass er keine Anstalten machte, auch an der Station zu halten, rannte ich die letzten 15m.
Ich kam auch gleichzeitig mit dem Bus an der Haltestelle an, doch der Bus hat mich diesmal nicht mit genommen und es lieber vorgezogen, seinen Kunden im Regen stehen zu lassen.

Angesäuert lief ich also weiter. In 200m würde die nächste Station sein, dort halt dann auch der SB93 und fährt dann bis zu mir nach Hause.
Gerade dort angekommen, stand tatsächlich dort der SB93; in 15m Entfernung. Ich habe den letzten Fahrgast dort einsteigen gesehen. Also spurtete ich los, rief und winkte hysterisch. Und obwohl mich der Busfahrer gesehen hat, zog er es ebenfalls lieber vor, die Türen zu schließen, um seinen Kunden im Regen stehen zu lassen.

Poah, war ich sauer!
Aber was will man machen?

Also lief ich durch den Regen weiter. Nach 200m gibt es schon die nächste Haltestelle. Ab hier habe ich zwar nur noch 500m zu laufen, doch wenn ich hier ein Bus erwische, bedeutet es halt auch, 5 Minuten weniger durch den Regen zu latschen. Zu meinem Glück stand da auch die 953; der Fahrer machte gerade eine Pause und rauchte sich eine Zigarette.
Ich wollte gerade einsteigen, als mich der Busfahrer zurück wies: “Tut mir leid, aber die Uhr an der Tafel geht 5 Minuten vor, aber das habe ich schon gemeldet.”
Ich: “Was?”
Busfahrer: “Ich mache gerade eine Pause, und die Uhr da an der Tafel geht nicht richtig, ich bleibe hier noch eine Weile stehen.”
Ich: “Wie lange bleiben Sie denn hier noch stehen?”
Busfahrer: “Noch 7 bis 10 Minuten.”
Ich: “Ja, das ist doch super. Dann steige ich jetzt ein und warte solange im Bus, bis Sie los fahren.”
Busfahrer: “Nein, warten Sie draussen, ist doch auch schön.”
Ich: “Bitte? Es regnet doch! Warum soll ich denn im Regen draussen warten, wenn ich doch auch drinnen im Trockenen sitzen könnte?”
Busfahrer: “Der Regen ist doch erfrischend, oder? Warten Sie draussen.”
Ich: “Sie wollen mich im Regen stehen lassen? Ich möchte rein ins Trockene, ich bin ein Ticket 2000 Abo Kunde!”
Der Busfahrer zuckte nur gelassen mit den Schultern. “Sie merken schon, wenn ich los fahre, dann können Sie einsteigen, aber nicht jetzt.”
Ich: “Ihre zwei Kollegen von der SB92 und der SB93 haben mich schon im Regen stehen gelassen, Sie jetzt etwa auch?”
Der Busfahrer zuckte erneut mit den Schultern und wendete sich von mir ab.

Das wurde mir zu viel. Ich war sauer! Ich hatte keinen Bock, im Regen stehen zu bleiben und bin einfach weiter nach Hause gelaufen.

Ich frage mich, wieso ich das teure Ticket2000 abonniere, für teure 56 Euro im Monat, um mich dann so Scheisse von der StoAG behandeln zu lassen..

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